Hochsaison für den Eierlikör

In den USA ist er als „Eggnog“ zurzeit in aller Munde (und Bäuche): Im Advent feiert der Eierlikör seine Hochsaison.

Eierlikör – so wie wir ihn heute kennen – wurde von Eugen Verpoorten erfunden. Das alkoholische Getränk besteht im Wesentlichen aus Alkohol, Eigelb, Honig oder Zucker. Oft wird er auch noch mit Milch oder Schlagobers verfeinert. Für Kinder ist das dickflüssige, süße Getränk nichts: Eierlikör enthält bis zu 20 Volumenprozent Alkohol.

Vorgänger des Eierlikörs stammt aus Brasilien

Ein süßes Getränk namens „Abacate“ kann als Vorgänger des Eierlikörs bezeichnet werden. Dieses Gebräu wurde von den Ureinwohnern im Amazonasgebiet aus Avocados hergestellt und mit Rum und Rohrzucker verfeinert. Europäische Eroberer kamen im 17. Jahrhundert in Brasilien auf den Geschmack und importierten es in unsere Breiten. Der Destillateur Eugen Verpoorten entwickelte es weiter und erfand daraus 1876 den Eierlikör. Wie man von Avocados auf Eier kommt? Ganz einfach: Verpoorten hatte schlicht und einfach nicht genügend Avocados verfügbar und versuchte es stattdessen mit Eidotter.

Eierlikör selbst herstellen

In vielen österreichischen Haushalten wird zur Weihnachtszeit Eierlikör hergestellt. Du benötigst dafür 5 Eidotter, 250 ml Milch, 200 ml Schlagobers, 250 g Staubzucker, ein Päckchen Vanillezucker und 200 ml Alkohol (96%). Zuerst müssen die Dotter mit Vanillezucker und Staubzucker schaumig gerührt werden. Dann werden die restlichen Zutaten vorsichtig untergehoben. Wichtig ist es, den Eierlikör in einer sterilen Flasche kühl und dunkel aufzubewahren. Du solltest ihn sehr rasch verbrauchen, geöffnet ist er rund sechs Monate haltbar. Die ideale Trinktemperatur liegt bei 10-12 Grad Celsius. Süßer Tipp: Für Backfans empfehlen wir einen herrlichen Eierlikörgugelhupf.

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