Schwarzes Gold: Lakritze

Jeder kennt sie, manche lieben sie. Doch: Was ist eigentlich Lakritze?

Schon einmal Süßholz geraspelt? Dann hast du wortwörtlich eigentlich Lakritze geraspelt. Denn: Sie ist auch als Süßholz bekannt und eine Pflanzenart aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Die Pflanze wächst in den wärmeren Gebieten in Asien sowie im mediterranen Raum und wird bis zu 100 Zentimeter hoch. Daraus wird eben jene Lakritze gewonnen, die wir als Süßigkeit kennen. Auch zur Verfeinerung von Tees wird Lakritze verwendet. 

 So wird Süßholz zur Leckerei: 
Damit aus der Süßholzpflanze die lustigen Lakritzefiguren und -stangen werden, müssen die Inhaltsstoffe aus der Wurzel extrahiert und eingedickt werden. Dann kommen noch Mehl, Gelatine und Zucker dazu sowie diverse Gewürze wie z.B. Anis oder Fenchelöl dazu. Je nach Anbaugebiet schmeckt die Lakritze auch anders – wahre „Lakritzgourmets“ kennen den Unterschied. Damit sie wirklich richtig schwarz wird, werden noch künstliche Farbstoffe beigemischt. Besonders beliebt ist Lakritze in Holland, den Küstenregionen Frankreichs und Englands sowie in den skandinavischen Ländern – dort gibt es auch ein eigenes Lakritzgetränk: Salmiakki ist ein traditioneller finnischer Lakritzschnaps. 

 Charlie Chaplin als Lakritzfan? 
Anfang des 20. Jahrhunderts hat der Trend hin zu Lakritzesüßigkeiten seinen Anfang genommen. Vor allem Kinder mögen die lustigen Formen als Taler, Stangen, Schnecken oder bunten Figuren. Aber auch Napoleon soll den Geschmack geschätzt haben ebenso wie Charlie Chaplin: Er hat im Film „Goldrausch“ seine Schnürsenkel gegessen – diese waren Requisiten aus Lakritze.

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