Das süße Haltbarmachen

Tipps zum richtigen Einkochen

Einkochen

Einkochbuch Edition Servus

Weckgläser mit Gummiring und Federklammern sind in jeder gut sortierten Einkoch-Küche zu finden. Seit 1900 werden die Gläser der Firma J. Weck & Co zum Einkochen hergestellt. Den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte legte der deutsche Unternehmer Johann Carl Weck, der sehr daran interessiert war, Obst und Gemüse ohne Alkohol lange haltbar zu machen.

Deshalb kaufte er das Patent des Chemikers Rudolf Rempel für Gläser mit glattem Rand und Blech/Gummi-Verschluss ab zum Einkochen, und stellte die praktischen Geräte selbst her. Für die erfolgreiche Vermarktung der Weckgläser war dann allerdings der Kaufmann und Firmenmitgründer Georg van Eyk zuständig. Er machte die Weck-Einkochgläser in Europa und Russland bekannt. Das Haltbarmachen mit den speziellen Gläsern war so beliebt, dass der Duden im Jahr 1907 sogar das Wort „einwecken“ als Synonym für einkochen aufnahm.

Fünf goldene Einkoch-Regeln aus „Das kleine Einkochbuch“, Edition Servus:

  • Frisches Obst und Gemüse bildet die Grundlage: Zum Einkochen sollen nur einwandfreie Früchte verwendet werden. Eingedrückte und verfaulte Stellen großzügig wegschneiden und immer nur soviele Früchte putzen, wie sie auf einmal verarbeitet werden. In kleineren Portionen abgepackt kann das vorbereitete Obst auch gut eingefroren und später eingekocht werden.
     
  • Einkochgefäße sterilisieren: Damit die eingekochten Früchte lange halten, müssen die Gläser und Flaschen heiß ausgewaschen sein. Um ganz sicher zu gehen, dass keine Keime in den Gefäßen auf den süßen Inhalt warten, stellt man die ausgespülten Gläser für 10 Minuten bei 120°C in den vorgeheizten Backofen, so werden sie sterilisiert. Nicht vergessen: Auch die Schraub- oder Glasdeckel und Gummiringe (für Weck- und Reckgläser) einige Minuten auskochen und immer genug Gläser für die Einkochmenge vorbereiten.
     
  • Die richtigen Geräte bereitstellen: Ein Zangenheber erleichtert die Arbeit mit den heißen Gläsern, mit einem Einfülltrichter geht nichts daneben und die Einkochgefäße bleiben sauber. Einkochtöpfe müssen sehr groß sein und sollten nur zur Hälfte gefüllt werden, da sich meist starker Schaum beim Einkochen bildet und die heiße Masse spritzen kann.
     
  • Zügig arbeiten: Nach dem Einkochen wird die Fruchtmasse noch heiß in die Gefäße gefüllt. Dazu stellt man die Gläser auf ein feuchtes Tuch, damit sie beim Einfüllen des sehr heißen Inhalts nicht zerspringen. Um die Oberfläche von Marmeladen zusätzlich zu sterilisieren, träufelt man ein wenig hochprozentigen Schnaps darauf und zündet ihn an. Die Deckel sofort schließen und abkühlen lassen.
     
  • Für die Lagerung vorbereiten: Nach dem Abkühlen nicht vergessen, die Gläser mit Datum zu beschriften und noch einmal alle Verschlüsse kontrollieren, ob sie das Gefäß auch wirklich gut abdichten. Undichte Gläser wandern nicht in die Vorratskammer, sondern müssen zügig verbraucht werden.

Das kleine Einkochbuch aus der Edition Servus bietet nicht nur wertvolle Tipps und Informationen rund ums Einkochen, sondern auch viele Rezepte für Marmeladen, Sirup und Gelee.

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