Salzburger Nockerln

Viel mehr als nur heiße Luft! Fast so bekannt wie Salzburg selbst ist sein berühmtestes Dessert.

Viel mehr als nur heiße Luft! 

Fast so bekannt wie Salzburg selbst ist sein berühmtestes Dessert: Die Salzburger Nockerl. Traditionell werden sie dampfend heiß in einer feuerfesten Form serviert. Selten kann man die große Portion alleine essen, daher empfiehlt sich das brüderliche oder schwesterliche Teilen der Köstlichkeit. In der Region präsentiert man die Nockerl mit drei „Gupfe“ (hügelartigen Teigerhebungen), welche die Hausberge Salzburgs symbolisieren: Mönchsberg, Kapuzinerberg und Gaisberg (alternativ ist manchmal die Rede von Nonnberg oder Rainberg). 

 Eigentlich französische Nockerl? 

Ihre genaue Geschichte wurde nicht festgehalten. Hin und wieder ist vom Franzosenkaiser Napoleon Bonaparte die Rede. Dieser soll sie während seiner Eroberungszüge im 19. Jahrhundert nach Salzburg gebracht haben. Dass die Nockerl eine französische Kreation sein sollen, hören die Salzburger aber nicht so gerne. In der Region erzählt man lieber die Geschichte von der Erfindung der Nockerl durch Salome Alt. Sie war im 17. Jahrhundert eine langjährige Maitresse von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Schloss Mirabell soll vom Fürsten für die Maitresse gebaut worden sein – vielleicht als Dank für das kulinarische Verwöhnen mit Salzburger Nockerl? Fest steht jedenfalls, dass die Nockerl im 19. Jahrhundert als einfache Speise in der bürgerlichen Küche beliebt waren. Das Rezept war auch schon in den Kochbüchern des Erzherzogs Johann von Österreich zu finden. Bis heute noch erfreuen sich die luftigen Nockerl großer Beliebtheit.

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