Traditionen im Advent

Nun wird bald die erste Kerze auf dem Adventkranz angezündet. Die Kinder können es kaum erwarten. Doch: Woher stammen eigentlich all die schönen Traditionen rund um den Advent?

Advent

Auch wenn die Adventfans leider immer weniger werden und anstatt des gewünschten vorweihnachtlichen Friedens meist Hektik und Stress angesagt ist, gibt es sie noch: Die Menschen, die den Advent für die schönste Zeit des Jahres halten. Sie kommen in den nächsten vier Wochen wieder voll auf ihre Kosten.

Zeit der Ankunft

Das Wort „Advent“ kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt soviel wie „Ankunft“. Bereits seit vielen Jahrhunderten wird der Advent als die stillste Zeit des Jahres genossen. Im Gebiet um Ravenna wurde schon im 5. Jahrhundert der Advent gefeiert. Ein Jahrhundert später war es Papst Gregor, der Große, der die Adventsliturgie festlegte. Dank ihm gibt es jetzt fix vier Adventsonntage, denn die Jahrhunderte davor waren es variabel bis zu sechs. Warum hat er genau vier Adventsonntage gewählt? Grund dafür ist die Symbolik, die für die 4000 Jahre (nach der kirchlichen Zeitrechnung) steht, die die Menschen auf die Ankunft des Erlösers warten mussten. Die endgültige Adventsliturgie wurde von Papst Pius V nochmals überarbeitet. In dieser Zeit war die Adventszeit übrigens eine Zeit des Fastens.

Traditionen, die bis heute gelebt werden

Sicher steht auch bei dir zuhause heute schon einer auf dem Tisch: Ein fein duftender, schön geschmückter Adventkranz. Interessanterweise ist dieser Brauch noch gar nicht so alt: Erst seit dem 19. Jahrhundert werden Adventkränze aus Tannenzweigen gebunden, um die Wartezeit auf das Weihnachtsfest darzustellen. Die Form des Kranzes wurde als Symbol für den Kampf der Christen gegen die Schattenseiten des Lebens gewählt. Ebenso gern gesehen ist der Rumtopf: Er wird traditionell am ersten Advent neben dem angezündeten Adventkranz im Kreise der Familie gelöffelt.

Adventsingen und Kekserl naschen

Eine beliebte Veranstaltung in der besinnlichen Zeit ist auch das Adventsingen. So wurde das Salzburger Adventsingen 1946 im Rahmen einer privaten Feier gegründet. Dies wurde so ein Erfolg, dass heute zehntausende Zuseher im Großen Festspielhaus den weihnachtlichen Klängen lauschen. Eine Tradition, die unsere Mehlspeisfans sicher zu schätzen wissen, ist das Backen eines Christstollens. Er gilt als eine der ältesten Weihnachtsbäckereien, da er schon seit 1330 hergestellt wird.

Was wäre Weihnachten ohne die Kekserl?

Sicher nur halb so schön. Dieser Brauch hat eine besonders lang zurückreichende Geschichte. So wurde vor Christi Geburt die Zeit der Wintersonnenwende mit einem großen Fest gefeiert. Die Germanen brachten sogenannte Opferbrote dar, die man an Schnüren aufhängte oder in den Flüssen versenkte. So sollten böse Geister abgeschreckt werden und die verstorbenen Seelen geschützt werden. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit der Christstollen. Da die Zutaten dafür so teuer waren, begannen die Menschen aus Kostengründen kleinere Stollen zu backen – die Weihnachtskekserl waren geboren.

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