Belgische Waffel im Portrait

Belgien ist neben Schweiz und Frankreich eines der Länder mit einer ausgeprägten Schokoladenkultur. Mindestens ebenso berühmt wie Tulpen und Schokolade ist dort jedoch ihre wabenförmige Landesvertreterin: Die belgische Waffel.

Waffelkultur: Für uns Laien mag es wohl ein und dasselbe sein, doch in Belgien gilt: Waffel ist nicht gleich Waffel. Ein wahrer Kenner weiß, die Brüsseler Waffeln werden aus einem weichen Eierteig hergestellt. Die Lütticher Waffeln dagegen sind sehr süß (dank des Hagelzuckers), dicker und werden mit einer Extraportion Butter zubereitet. Beide werden warm genossen.

Aufbewahrung: Man kann seine selbst gebackenen Waffeln sogar eine Zeit lang in einer luftdicht verschlossenen Keksdose aufbewahren. Wenn unangekündigter Besuch eintrifft, kannst du diese im Backofen oder Toaster aufwärmen und mit Eis oder Früchten servieren.

Früchte werden besonders gerne zur belgischen Waffel serviert. Eigentlich eignet sich alles, was gerade Saison hat, wobei Bananen, Erdbeeren oder Himbeeren zu den Klassikern zählen. Das im wahrsten Sinne des Wortes Sahnehäubchen darauf ist dann noch ein Gupferl Schlagobers und heiße Schokoladensoße.

Festtagsgebäck: Harte Waffeln galten im Mittelalter als Festtagsgebäck der Oberschicht. Grund war, dass diese in einem teuren, handgeschmiedeten Waffeleisen zubereitet wurden. Zwischen zwei mit Mustern verzierten Eisenblatten wurde das süße Gebäck über Feuer herausgebacken. Verziert war es oft mit hübschen Landschaften, Wappen, Schriften, Rüstungen oder schon mit Waben.

Eis: Häufig wird eine Kugel Eis zur warmen Waffel mit dem tiefen Muster serviert. Die Belgier gießen sich auch gerne noch warme Butter oder einen Schuss Sirup darauf. Wem jetzt das Wasser im Munde zusammengelaufen ist, der sollte am besten gleich dieses Rezept ausprobieren.

Lütticher Prinz: Wie fast jede traditionelle Mehlspeise hat auch die belgische Waffel eine Legende rund um ihre Erfindung zu bieten: So soll im 18. Jhdt. der Lütticher Prinz einen Koch mit der Kreation eines Kuchens beauftragt haben. Der findige Koch gab Zucker in den Kuchenteig und schnitt ihn in gleich große Stücke. Weil süßliche Duft mit einer feinen Vanillenote lockte den Prinzen in die Küche und sein Lieblingsgericht war erfunden.

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