Das Mädel vom Land

Apfelzauber, Genussklettern und mürbe Erinnerungen – das und vieles mehr finden Mehlspeisfans auf dem Blog „Das Mädel vom Land“. Die Autorin Maria Wieser, ausgebildete Ernährungswissenschafterin und Wildkräuterpädagogin, gibt hier wertvolle Tipps und Erfahrungen weiter.

Was das Mädel vom Land mag, klingt für Mehlspeisfans wie Musik in den Ohren: Genussmomente, Bauchgefühl, die Kraft der Natur, Listen, echte Bücher, gutes Essen und (Prickel-)Wein, Sprachspielereien, gelungene Sätze, Kaffeeklatsch, den Backofen, kulinarische Abenteuer, anregende Begegnungen, den Hausverstand, das Schöne im Schlichten, die Zuckerseiten des Lebens. Dem kann sich Mehlspeiskönig nur anschließen. Im kulinarischen Kalender des Blogs kannst du dir Anregungen fürs ganze Backjahr holen, in den Gaumenfreuden von A bis Z findest du viele Rezepte. Wir haben Maria Wieser, das Mädel vom Land, interviewt und ihr ein paar süße Tipps entlockt.

Woher kommt deine Liebe zur Mehlspeis’?
Ich hatte das Glück, in einer Umgebung aufzuwachsen, in der viel frisch gekocht und gebacken wurde. Seit ich denken kann, rühre ich in Kuchenteig. Meine Mutter ist eine wahre Tortenkünstlerin, ihr zuzusehen, hat mich immer gefesselt. Von ihr habe ich auch die Sucht nach immer neuen Kochbüchern geerbt.

Wie lässt sich die Freude am Backen und Naschen mit dem Fachwissen einer Ernährungswissenschafterin kombinieren?
Gesunde Ernährung funktioniert nicht ohne Genuss. Ich halte es für weit sinnvoller, in meinen Körper hineinzuhorchen und das zu essen, was mir schmeckt, als Kalorien oder Fettaugen zu zählen.

Was macht das Landleben so schön?
Bei meinen Spaziergängen durch die Landschaft überkommt mich manchmal so eine leise Ahnung davon, wie es früher gewesen sein muss, als Mensch, Tier und Natur noch eng miteinander verbunden waren. Dort möchte ich wieder hin, zumindest in diese Richtung. Einfach barfuss nach draußen gehen zu können, Wildkräuter zu sammeln, mit meiner Tochter Blumen und Käfer zu bestaunen, das ist für mich Freiheit und Luxus.

Was zeichnet deinen Blog „Das Mädel vom Land“ aus?
Ich versuche, meine LeserInnen mit meinen Geschichten und Rezepten zu begeistern. Es muss wieder viel mehr frisch gekocht werden, mehr selbst gemacht, mehr ausprobiert! Wenn es um Ernährung geht, staune ich oft, wie negativ dieser Lebensbereich mittlerweile erlebt wird. Viele Menschen konzentrieren sich nur noch auf das, was sie, aus deren Sicht, nicht essen dürfen oder sollen. Mit meinem Blog möchte ich neue Impulse liefern, neugierig machen, Emotionen hervorrufen und zu einer stressfreieren Einstellung zum Thema Essen beitragen.

Nach welchen Kriterien entscheidest du, ob du ein Rezept ausprobierst oder nicht?
Meist ist es Liebe auf den ersten Blick. Ich mag Rezepte mit dem gewissen Etwas, solche, die mich an meine kulinarischen Wurzeln erinnern oder die für mich eine Herausforderung sind, vielleicht sogar ein Abenteuer.

Was sind deine Lieblingsrezepte?
Wenn mich meine Mutter fragt, was sie für mich kochen soll (manchmal tut sie das auch heute noch), sage ich meist: Erdäpfelgulasch. Davon kann ich viele Teller verdrücken. Was noch? Grießschnitten. Die Apfelschlangerl meiner Oma. Maiwipferl in dunkler Schokolade. Brennnesselkekse. Hach, es gibt einfach so viel. 

Hast du vielleicht ein paar (gar nicht so geheime) Backtipps für unsere Leser?
Bei den meisten Backrezepten lasse ich gleich von vornherein ein Viertel der angegebenen Zuckermenge weg, manchmal auch mehr. Ich tue das nicht, um Kalorien zu sparen, sondern weil ich es ganz einfach nicht so picksüß mag. Das hat bisher auch immer gut funktioniert. Ansonsten finde ich es wichtig, bei Frische und Qualität keine Kompromisse einzugehen. Das schmeckt man dann auch.

Hier geht's zum Mädel vom Land-Blog.

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