MehlspeisDirndl – süßer Blog der Woche

Im WWW gibt es einiges zu finden, was das Naschkatzen-Herz höher schlagen lässt. Nicht zuletzt sind es die zahlreichen Blogs rund um das Thema Essen, Backen und Genießen, die uns zum Nachmachen animieren. Darum stellen wir euch in unserer neuen Serie „Süßer Blog der Woche“ nun regelmäßig ein paar inspirierende Quellen vor: So zum Beispiel das MehlspeisDirndl*.

Wenn der Mauszeiger die Form eines Cupcakes hat, weiß der Mehlspeisfan bereits auf einen Blick: Hier bin ich genau richtig. Maggy, alias MehlspeisDirndl*, hat ihren Blog mit vielen liebevollen Details versehen. Man findet Schlemmer-Erfahrungen, freie Gedanken, Veranstaltungen, Feinschmecker-Tipps und vieles mehr. Ihre Philosophie lautet frei nach W. Churchhill: „Man soll dem Leibe etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ Das setzt die im schönen „Schwobaländle“ geborene Neu-Wienerin auch in die Tat um. Mehrmals die Woche postet sie Fotos und Rezepte ihrer verführerischen Kreationen. Beim Anblick geht der Bloggerin ebenso wie unserer Redaktion einfach das Herz auf: Man merkt hier ist eine passionierte Backfee, die man mittlerweile getrost als Vollprofi bezeichnen kann, am Werk. Wir haben Maggy interviewt und versucht, ihr ein paar Geheimtipps und -tricks zu entlocken.

Woher kommt deine Liebe zur Mehlspeis’?

In meiner Familie wurde durch alle Generationen leidenschaftlich gekocht und gebacken, somit fiel der Apfel bei mir nicht weit vom Stamm. Auch heute noch kann ich stundenlang mit meiner Mutter, Tante und meinen Cousinen über Essen philosophieren! Die Liebe zum Süßen und somit zu den Mehlspeisen kam aber erst durch meinen lieben Mann - der liebt zwar auch das was ich koche, aber wenn dann wieder einmal eine kleine Torte auf dem Tisch steht, strahlen seine Augen.

Warum ist die österreichische Mehlspeis’ aus deiner Sicht so etwas Besonderes?

Seit meinem ersten Tag in Wien bin ich begeistert von der Kaffeehaus-Tradition und der unglaublichen Vielfalt an Mehlspeisen die es hier gibt. Sie werden mit so einer Liebe zubereitet und dekoriert, da kann man sich wirklich nicht entscheiden. Es macht Spaß immer wieder neue kleine Schmankerln zu entdecken, die es so nirgendwo sonst gibt. 

Was zeichnet deinen Blog „MehlspeisDirndl*“ aus?

Ich hoffe, dass mein kleiner Blog "MehlspeisDirndl*" sich dadurch auszeichnet, dass die Rezepte klappen und alle Köche & Köchinnen zufrieden mit ihren Ergebnissen sind und diese gut schmecken. Natürlich verlangt das eine oder andere etwas Übung, aber ich versuche, dass jeder etwas in meiner Rezeptauswahl finden kann, denn oft schmecken die einfachen Dinge doch am Besten! 

Nach welchen Kriterien entscheidest du, ob du ein Rezept ausprobierst oder nicht?

Generell bin ich für alles offen und immer wissbegierig - vor allem wenn ich etwas Leck´res bei Freunden oder Verwandten gekostet habe, ist meine Neugierde geweckt. Rezepte sind mittlerweile fixer Bestandteil bei uns, egal, ob in Form von Büchern, Zeitschriften oder im Internet – allerdings kontrolliere ich immer, ob die Zutaten auch wirklich etwas "Gscheites" ergeben können, das ist mein wichtigstes Kriterium! Ergeben die Zutaten oder die Zubereitung keinen Sinn, scheidet das Rezept sofort aus – ich habe mich schon zu oft geärgert und musste dann Lebensmittel entsorgen, was mir überhaupt nicht gefällt!

Was sind deine Lieblingsrezepte?

Unangefochten auf Platz 1. ist und bleibt Mama´s Käsekuchen. Der begleitet mich seit meiner Kindheit und ist seither konkurrenzlos. Danach tummeln sich viele feine Rezepte bei denen ich mich jetzt gar nicht entscheiden könnte. Am liebsten sind mir aber bodenständige Rezepte die Spaß machen nach zu kochen oder zu backen und alte Klassiker die man neu interpretieren kann. Wenn sie dann noch schmecken, wunderbar!

Hast du vielleicht ein paar (gar nicht so geheime) Backtipps für unsere Leser?

Für mich am wichtigsten beim Backen sind frische Zutaten und sauberes Gerät. Man sollte sich Zeit lassen, sowohl beim Backen als auch beim Kochen, das heißt nicht, dass man stundenlang in der Küche stehen sollte, aber Essen zubereiten braucht seine Zeit und es sollte einem Spaß machen – nicht´s was man in der Eile tut macht einem Freude oder?! Wonach ich immer wieder gefragt werde ist dieser verflixte Eischnee – hier mein Tipp: Wenn er richtig schön steif werden soll, eine Prise Salz hinzugeben, aber erst während dem Aufschlagen und nicht davor, sonst wird er gar nicht erst hart. Wer mutig ist, kann den Becher mit dem fertigen Eischnee hoch heben und auf den Kopf drehen – bleibt er fix im Becher, ist er genau richtig!

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