So bäckt Österreich!

Die Österreicher backen gerne. Zu diesem erfreulichen Ergebnis kommt die aktuelle Backstudie von Dr. Oetker. 1.000 Österreicherinnen und Österreicher gaben umfassend Auskunft darüber, was in ihren Backöfen vor sich geht.

Dabei stellte sich heraus, dass zwei Drittel der ÖsterreicherInnen nach wie vor regelmäßig backen. Darüber hinaus räumt die Studie mit dem Vorurteil auf, dass Männer Backmuffel seien: 45% der befragten Männer geben nämlich an, zumindest gelegentlich einen Kuchen selbst zu backen. Deutlich öfter wird der Backofen auch in Betrieb genommen, wenn Kinder im Haushalt leben. Überraschend: Backen liegt im Trend. Immerhin rund ein Viertel der Befragten bäckt heute öfter als noch vor zwei Jahren.

Backen schafft Geborgenheit

Männer und Frauen, Jüngere und Ältere, Land- und Stadtbewohner sind sich einig: Backen bietet – gerade in diesen turbulenten, unsicheren Zeiten – Sicherheit, denn rund die Hälfte aller Befragten verbindet mit dem Backen schöne Kindheitserinnerungen. Dieser Wert wird nur von der Vorfreude auf das fertige Gebäck übertroffen, die immerhin drei Viertel aller ÖsterreicherInnen gut nachvollziehen können. Wer kennt das nicht – wenn’s in der Küche gut aus dem Ofen riecht, wartet meist schon die ganze Familie auf den fertigen Kuchen, der nur zu oft das Auskühlen nicht mehr erlebt…

Rezeptsuche: Buch, Internet oder doch die Oma?

Die Mediennutzung spiegelt sich auch bei der Quelle der Rezeptsuche wider: Die Jüngeren (18-29) greifen mit 81% deutlich überproportional auf das Internet zurück, die Älteren (50-59) in gleichem Ausmaß auf Rezeptbücher. Doch auch hier findet sich wieder eine Gemeinsamkeit bei allen Befragten: Denn für alle ist die Familie, also Mutter, Oma, Tante & Co, neben den Büchern die wichtigste Rezept-Quelle.Somit überrascht es nicht, dass beim Großteil der ÖsterreicherInnen bekannte und bewährte Rezepte im Einsatz sind. Am experimentierfreudigsten sind erwartungsgemäß ganz klar die Frauen, die Jüngeren oder die regelmäßigen Hobby-Bäckerinnen – denn sie alle suchen Abwechslung auf ihren Kuchentellern.

Alle Jahre wieder!

Selbst gemachte Kekse finden sich zur Weihnachtszeit in den Keksdosen von mehr als 80% der ÖsterreicherInnen; in Deutschland liegt der Wert mit zwei Drittel doch deutlich darunter. Bei den Keks-Bäckern liegen die Frauen mit mehr als 90% an der Spitze, aber auch 75% der Männer backen hierzulande Kekse. Es überrascht hingegen wenig, dass die Anzahl der Keks-Bäcker deutlich steigt, wenn Kinder im Haushalt leben. Verblüffend ist da schon eher, dass Kekse Backen kein Thema für Omas ist: Denn bei den Jungen (18-29 Jahre) finden sich mit 85% deutlich mehr Kekse-Bäcker als bei den Älteren (60-69; 75%). Selbst gemachter Teig ist dabei für 80% der Befragten Ehrensache. Auf fertigen, gekühlten Teig wird vor allem dann zurückgegriffen, wenn die Zeit – durch Beruf und/oder Kinder – knapp ist.

Blick in Österreichs Keksdosen

Bei den beliebtesten Kekssorten bestehen besonders viele Gemeinsamkeiten mit unseren deutschen Nachbarn: Da wie dort führen Ausstechkekse, Vanillekipferl und Mürbteigkekse das Ranking an. Ab dem vierten Platz gibt’s dann aber doch Unterschiede: Denn in Österreich werden auch Spezialrezepte der Familie, Linzer Augen und Rumkugeln sehr gerne gemacht.

Durchschnittlich 22,5 selbst gebackene Kuchen pro Person und Jahr

Am häufigsten werden dabei Obstkuchen und Marmorkuchen/-gugelhupf ins Backrohr geschoben. Durchaus überraschend ist, dass sich Muffins bereits an dritter Stelle in der Reihe der beliebtesten Kuchen finden, die klassische Biskuitroulade liegt dahinter an vierter Stelle. Bei genauerer Betrachtung der Altersgruppen gibt es ein paar kleinere Verschiebungen – denn bei den Jungen liegen die Muffins sogar an erster Stelle.

Feierliche Anlässe

Geburtstage, Wochenenden oder Feiertage sind mit jeweils knapp 70% wichtige Gründe, warum Kuchen oder Torten in Österreich serviert werden. Solltest du demnächst wieder einen Besuch planen, so kündige ihn vorher an: Denn drei Viertel aller Befragten gibt an, einen Kuchen zu backen, wenn Besuch erwartet wird. Bei Anlässen wie Muttertag, Valentinstag oder Hochzeitstag liegen vermutlich noch Blumen ganz vorne bei der Wahl der Geschenke – denn nur rund 15% der Befragten sind Romantiker, die zu diesen Anlässen ihren Liebsten Kuchen servieren.

Modernes Backen?

Auch wenn am liebsten selbst gebacken wird, so findet bei immerhin rund 25% der Befragten auch eine Backmischung zumindest gelegentlich den Weg ins Backrohr. V.a. Männer und Haushalte mit Kindern sind diesem „Back-Kompromiss“ gegenüber aufgeschlossen. Fertige Kuchen hingegen werden vor allem auf Vorrat gekauft, um für unerwarteten Besuch oder plötzliche Heißhunger-Attacken in der Familie gerüstet zu sein.

Zu guter Letzt: Dekorieren ist Frauensache!

Das Verzieren mit Glasuren, Zuckerschriften, Streuseln & Co ist ganz klar Frauensache. Aber auch in Haushalten mit Kindern finden sich überdurchschnittlich „Viel-Dekorierer“, denn damit können auch die Kleinen ideal ins Backen eingebunden werden. Aber: Dekoriert wird tatsächlich nur, wenn Lust (und Zeit) dafür vorhanden ist, denn das Verzieren ist wohl nur das „Sahnehäubchen“ fürs selbst gemachte Gebäck. Auch interessant: Immerhin ein Drittel der Befragten gibt an, dass mit dem Dekorieren kleine Schönheitsfehler des Gebäcks vertuscht werden sollen. Sehen Sie also beim nächsten üppig dekorierten Kuchen ruhig genauer hin. Weitere Infos findest du unter www.oetker.at

 

Foto: Dr. Oetker Presseservice.

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