Sag’s durch die Blume

Bunte Blüten verschönern Kuchen und Desserts

Lavendel Rosen

Wer hat als Kind nicht gerne die roten Blüten des Klees am Wegrand vom Stängel gezupft und den süßen Nektar gekostet? Nicht nur den Bienen schmeckt der nahrhafte Saft, den sie zu aromatischem Honig verwandeln.

Im Garten verstecken sich viele zart duftende Blüten, die mit ihrem wunderbaren Aroma perfekt zu süßen Speisen passen. Die bunten Blumen sind auch ein Schmaus für die Augen und veredeln jedes Dessert mit ihren frischen Farben. Kandiert, im Gelee, gebacken oder als Zuckeraroma – essbare Blüten lassen sich in vielfältiger Weise verarbeiten und verschönern jede Kaffeetafel.

Frisch und unbehandelt

Wer essbare Blüten verarbeiten will, sollte am besten die selbst gezogenen aus dem Garten verwenden. Man sollte sicher sein, dass die Blüten mit keinem Pflanzenschutzmittel oder irgendwelchen Chemikalien in Berührung gekommen sind. Verarbeitet werden die Blüten immer frisch gepflückt. Mit Stiel halten sie sich in einer Schale mit Wasser ganz gut über ein paar Stunden. Vor dem Verzehr werden die Blütenblätter dann abgezupft. Immer auch kontrollieren, ob sich in den Blütenkelchen keine kleinen Tierchen verstecken!

So schmecken essbare Blüten:

Blütenzucker ist schnell hergestellt. Einfach ein Glas mit Kristallzucker füllen und die gewünschten essbaren Blüten untermischen. Nach mehreren Tagen Stehzeit hat der Zucker das Blütenaroma aufgenommen. Besonders aromatisch sind Duftblüten wie Rosen, Veilchen, Flieder oder Lavendel. Der aromatisierte Zucker eignet sich besonders zum Dekorieren von Süßspeisen. Mit einer farblich abgestimmten Schleife ist ein Glas Blütenzucker immer eine nette Geschenksidee.

Rosenbowle: Die Blütenblätter von 5 bis 8 stark duftenden, unbehandelten Rosenblüten kommen in ein Bowlegefäß. Ein bis zwei Teelöffel Zucker darüber streuen und mit einer Flasche lieblichem Weißwein und nach Belieben einer Flasche Mineralwasser auffüllen. Über Nacht ziehen lassen und mit frischen Rosenblättern dekorieren.

Die Blüten folgender Pflanzen lassen sich gut in der Dessertküche verarbeiten:

Apfel – kandiert, als Limonade, im Parfait, als Gelee oder Sirup
Borretsch – kandiert, als Limonade und im Eiswürfel
Gänseblümchen – kandiert, im Eiswürfel und zum Dekorieren
Hibiskus - kandiert
Holunder – gebacken, als Limonade, Gelee und Sirup
Kornblume – kandiert, zum Dekorieren von Desserts
Lavendel – als Gelee, Sirup, Parfait und Limonade
Löwenzahn – als Gelee, Sirup, Honig
Magnolien – kandiert, als Limonade, Parfait, Gelee, Sirup, im Eiswürfel
Orangenblüten – kandiert, als Limonade, Parfait, Gelee, Sirup, im Eiswürfel
Ringelblumen – kandiert und zum Färben von Milchreis (ähnlich wie Safran)
Rosen – kandiert, als Limonade, Parfait, Gelee, Sirup, im Eiswürfel
Salbei – kandiert, als Limonade, Parfait, Gelee, Sirup, im Eiswürfel
Stiefmütterchen – kandiert, als Limonade, Parfait, Gelee, Sirup, im Eiswürfel
Thymian – als Limonade, Gelee
Veilchen – kandiert, als Limonade, Parfait, Gelee, Sirup, im Eiswürfel
Zucchiniblüten - gebacken

Vorsicht ist geboten bei folgenden Pflanzen: Die Blüten von Akelei, Christrose, Eisenhut, Fingerhut, Goldregen, Herbstzeitlose, Maiglöckchen, Oleander, Pfaffenhütchen, Rainfarn, Scharfer Hahnenfuss, Schierling, Seidelbast, Steinklee und Tollkirsche sind giftig und dürfen nicht gegessen werden.

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