Vanilleeis im Test

Es ist nicht alles Vanille, was schön goldfarben glänzt. So das Ergebnis einer neuen Studie, die vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) in Kooperation mit AMA-Marketing durchgeführt wurde.

"Nicht überall wo Cremigkeit drauf steht, ist Milch drinnen.", meinen DI Martin Greßl (Leiter des AMA-Qualitätsmanagements), Mag. Birgit Beck (Ernährungswissenschaftlerin des VKI) und Ing. Franz Floss (GF des VKI). So stecken in Vanilleeis oft weniger Vanilleschoten als vermutet, Milchfett wird durch Pflanzenfett ersetzt und oftmals wird das Eis mit Luft „gestreckt“.

27 Eisproben untersucht

Im Rahmen der Tests wurden Proben von 22 verpackten und 5 offenen Vanilleeis-Sorten genommen. Das offene Eis stammt von den Wiener Eissalons am Schwedenplatz (Familie Molin-Pradel), Tichy, Zanoni und der Eis-Greissler (Familie Blochberger) sowie von McDonald‘s. Die gute Nachricht: In mikrobiologischer Hinsicht kannst du dein Eis überall guten Gewissens genießen. Gesundheitsschädliche Keime wie Listerien oder Salmonellen wurden nirgends gefunden. Einzig zwei Produkte wiesen erhöhte Keimzahlen auf: Das Vanilleeis von Ja! Natürlich sowie das vom Eisgeschäft Schwedenplatz. Bei den verpackten Produkten wurde das Bio-Vanilleeis von Dennree Testsieger, bei den offenen das Vanilleeis von Tichy.

Kein reines Milcheis

Einige Unternehmen verwenden statt Milchfett das billigere Pflanzenfett. „Der Clou ist: Wenn das Eis in Deutschland und nicht in Österreich hergestellt wird, muss es nicht als ,Pflanzenfetteis’ in der Bezeichnung deklariert werden und meist wird das Eis in Deutschland hergestellt“, erklärt VKI-Geschäftsführer Ing. Franz Floss. Im Vanilleeis von Botterbloom, Clever, Eisstern, Eskimo, Grandessa, Jeden Tag, Mövenpick, Rios und S-Budget steckt laut VKI-Untersuchung kein reines Milcheis.

Was macht „echtes“ Vanilleeis aus?

Wenn du ein „echtes“ Vanilleeis genießen möchtest, solltest du auf die Zutaten achten. Es muss Bestandteile der Vanillepflanze enthalten. Steht auf der Packung nur „Eis mit Vanillegeschmack“, wurden (teilweise) künstliche Aromen wie Vanillin verwendet. Täuschen können auch die schwarzen Pünktchen im Eis, die die Verwendung einer Vanilleschote suggerieren sollten. Wer glaubt, dass das Eis dadurch automatisch hochwertiger ist, liegt falsch. Da bei vielen Proben dafür extrahierte und – dadurch nahezu aromenlose – Vanilleschoten verwendet wurden. Achte also darauf, dass auf der Zutatenliste keine extrahierten Vanilleschoten zu finden sind.

Eis aus Österreich

Wer gerne ein heimisches Vanilleeis genießen möchte, sollte zu Spar Premium und Spar Natur pur greifen, denn diese werden im Inland produziert und enthalten auch heimische Rohstoffe. Ebenfalls auf österreichische Qualität setzen die Fast-Food-Kette McDonald’s, die Eissalons am Schwedenplatz und Tichy. Und wer ganz sicher gehen möchte, macht sich sein Vanilleeis einfach selber: Hier findest du ein tolles Rezept dafür.

Weitere Infos zur Studie findest du hier.

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